Terminal in Yokohama

Beim internationalen Wettbewerb für den Hafen Yokohamas war ein Passagierterminal für die Personenschifffahrt gefordert, das neben den üblichen Funktionen auch öffentlich nutzbar sein sollte. Die Architekten schlugen ein Gebäude vor, dessen Dach die vorhandenen Stadtparks ergänzt und zugleich ein außergewöhnlicher Stadteingang ist. Anstatt die lineare Struktur des vorhandenen Piers zu verstärken, leiteten sie die Gebäudegestalt aus einem Flussdiagramm der Besucherströme ab. Schleifenförmig ziehen sich die Wege durch das Gebäude. Durch Auffaltungen und Biegungen der Dach- und Geschossflächen entstehen unterschiedliche Raumformen im Inneren, zugleich ergeben sich die Eingänge als Spalten und Gräben in der Oberfläche. Sowohl Innen- und Außenraum als auch die Geschossflächen gehen fließend ineinander über. Ein durchgängiger hölzerner Boden aus unbehandeltem Ipé-Hartholz überzieht die Flächen wie ein riesiges Schiffsdeck, das zugleich Aussichtsplattform und Plaza, Terminalzugang und Stadteingang für die ankommenden Passagiere ist.

Terminal in Yokohama
© Satoru Mishima