Natur als sinnliche Inspirationsquelle zur Wirkung bringen, war die Leitlinie der Architekten bei diesem Bau. Der gemeinsame Stützpunkt eines Büromöbel- und eines Leuchtenherstellers liegt dicht an der Stadtgrenze Klagenfurts, innerhalb der üppigen Vegetation eines gepflegten Landschaftsgebiets. Mit dem eingeschossigen Pavillon wurde die Natur schonend überbaut und bleibt auch vom Inneren aus unmittelbar erlebbar. Das Gebäude ruht auf Einzelfundamenten, die die Wurzeln des Baumbestandes auch dort unangetastet lassen, wo es sich knapp an die mächtigen Buchenstämme schiebt. Feine Dachränder und entmaterialisierte Baukörperecken tun ein Übriges dazu, die Konstruktion leicht und schwebend wirken zu lassen. Die Außenwände bestehen ausschließlich aus raumhohen Glasflächen, die die Grenze zwischen innen und außen klar definieren, zugleich jedoch einen engen Kontakt zur umgebenden Natur herstellen. Die Architekten machten die Vegetation mit dem bewegten Spiel der Blätter und den je nach Jahreszeit wechselnden Farben zum integrativen Bestandteil des räumlichen Konzepts. Statt einer neutralen Kiste entstand eine Grundrissfigur, die sich mit ausgreifenden und zurückspringenden Zonen mit dem umgebenden Naturraum verzahnt. Die Einbuchtungen der Gebäudehülle bieten Platz für geschützte Terrassen.
