Erst 1987 fand ein britischer Hobbyarchäologe Hinweise auf den Schauplatz der legendären »Schlacht im Teutoburger Wald« oder auch »Varusschlacht«, nach dem jahrhundertelang gesucht worden war. Es konnten zwar keine baulichen Überreste gefunden werden, aber zahlreiche archäologische Funde und ein Erdwall geben Anhaltspunkte für den Verlauf der Schlacht. Auf einem Gelände von fast 30 km2 haben sich hier im Jahre 9 n. Chr. die Germanen unter Führung des Cheruskerfürsten Arminius in einem Waldstück entlang eines Schutzwalls verschanzt und die römischen Legionen des Publius Quincitilius Varus auf ihrem Weg zwischen Wald und Moor vernichtend geschlagen. Im Zuge der Funde wurde ein Ausstellungspark mit drei Pavillons und einem Museumsbau angelegt. Die Route der Römer entlang des Walls ist mit ausgelegten Eisenplatten nachgezeichnet, während die verschlungenen Pfade der Germanen im Schutz bietenden Waldstück mit Holzstücken markiert sind. Die Lage des ehemaligen germanischen Erdwalls wurde auf ähnlich subtile Weise mit eisernen Pfählen angedeutet: Dort wo er nachgewiesen ist, stehen die Stäbe dichter, dort wo er nur erahnt werden kann, stehen sie in loser Folge. Wirklich rekonstruiert wurde nur ein kleiner Ausschnitt des Geländes mit Schutzwall und Moorloch. Dieser Bereich liegt tiefer und ist deshalb mit Stahlspundwänden abgestützt, die einen markanten Rahmen bilden. Die drei kleinen Pavillons lassen dagegen der Fantasie des Besuchers mehr Raum, sie sollen dessen Wahrnehmung schärfen.
