Bank in Götzis

Das Gebäude in Götzis ist einer von bisher drei fertig gestellten Bankneubauten eines traditionsreichen Vorarlberger Geldinstitutes, das bisher nur Altbauten als Geschäftsräume nutzte und nun den werbewirksamen Aspekt außergewöhnlicher neuer Architektur erkannt hat und fördert. Der Neubau steht abgerückt von den Nachbargebäuden auf einer ebenen, betonierten Fläche, die von zwei Sichtbetonmauern räumlich gefasst wird. Im Erdgeschoss findet der Kunde in der innovativ strukturierten Bank statt einer Schalterhalle einen in Funktion und Erscheinung sehr öffentlich gehaltenen Selbstbedienungsbereich. Der an der Längsseite großzügig über ein raumhohes Fensterband belichtete Raum ist locker mit Computerterminals möbliert, an denen der tägliche Bankverkehr ohne Hilfe von Angestellten abgewickelt werden kann. Für die über das Tagesgeschäft hinausgehende persönliche Kundenberatung stehen Beratungsräume in den beiden Obergeschossen zur Verfügung. Auch deren eher privater Charakter wird an der Fassade deutlich: Sie sind im Gegensatz zum offenen Erdgeschoss nur mit schmalen Fensterschlitzen versehen. Lediglich der Erschließungsflur kennzeichnet sich nach außen über größere Fensterflächen. Die komplette Fassade der Bank ist mit großformatigen, 10 cm starken und leicht gelblich eingefärbten Betonfertigteilen überzogen. Die Elemente greifen um die Gebäudeecken und bilden gleichzeitig die Laibungsflächen der tiefliegenden Fensteröffnungen. Besonders sichtbar wird dies an dem langen offenen Schlitz an der Eingangsfassade, hinter dem verborgen ein japanischer Dachgarten liegt.

Bank in Götzis
© Bruno Klomfar