Wo seit den 80er-Jahren ein achteckiger, eingeschossiger Kuppelbau stand, findet sich heute die Sushi-Bar einer Londoner Restaurantkette. Über die vorhandene Struktur des früheren Pavillons stülpt sich nun eine 14 × 14 × 3,5 Meter große Box. In ihrer Materialität und Transparenz erinnert sie an einen japanischen Lampion: Die Fassade aus vorgefertigten, halbtransparenten Fiberglaselementen scheint wie eine japanische Papierwand über einer transparenten Sockelzone aus Klarglas zu schweben. Ein patinagrünes Kupferband, das ebenfalls aus vorgefertigten Paneelen besteht, bildet den oberen Abschluss des Gebäudes. Die fast vollständig umlaufende Fassade ist an der Ostseite in drei Segmente unterteilt und lässt sich, zusammengeschoben in einen Stahlrahmen neben dem Eingang, über die ganze Breite öffnen. Innen- und Außenraum gehen so auch mit Hilfe des bis über die Terrasse hinauslaufenden Holzfußbodens ineinander über. Über diesem »schweben« die handgefertigten Sitzmöbel im Inneren des Gebäudes. Filigran wie aus einem Stück gefaltet bilden sie eine Sitzlandschaft um fest installierte Tische. Darüber spannt sich die mit rot fluoreszierender Farbe gestrichene Decke. Ein kreuzförmiges Oberlicht in der Mitte des Raumes reflektiert die leuchtende Farbe nach außen und taucht den gesamten Platz abends in einen rötlichen Schimmmer.
