Versteckt zwischen Kiefern findet man im Südosten von Oslo auf einem schmalen Bergrücken oberhalb von Mortensrud eine protestantische Kirche für 550 Gläubige. Für die Planung beauftragte die norwegische Staatskirche eine Projektgruppe aus den Architekten und verschiedenen Künstlern. Auch die Gemeinde erhielt die Möglichkeit, eigene Vorschläge einzubringen. Im Frühjahr 2002 wurde die Kirche fertig gestellt. Gegenüber dem Hauptgebäude mit dem vorgelagerten Turm befindet sich das Gemeindehaus, dazwischen öffnet sich ein Kirchplatz. Für beide Baukörper wurde nur die lose Erdschicht bewegt, der Fels blieb unberührt und durchstößt deshalb an manchen Stellen den Betonboden. Ein Großteil des Baumbestandes konnte durch Anordnen von Innenhöfen erhalten werden. Der Hauptbau mit Satteldach besteht aus einer durch schräge Stützen ausgesteiften Stahlkonstruktion. Die oberen Felder des Skeletts sind auf drei Seiten mit Schieferplatten verfüllt. Durch die Ritzen der mörtelfrei gestapelten Platten dringt das Tageslicht. Die Bruchkanten, die raumseitig in einer Ebene liegen, ragen außen in unterschiedlichen Längen hervor. Horizontale Stahlbänder wurden in Abständen von einem Meter zur Stabilisierung der Konstruktion eingelegt. An diesen sind auf einer Distanz von 90–160 cm die außen vorgestellten Glasfassaden befestigt.
