Umgeben von großen, freistehenden Bäumen steht nahe des Haupthauses der als Wohnatelier genutzte Pavillon. Da ein Blickschutz auf dem großen Grundstück nicht gewünscht war, konnte der langgestreckte Baukörper vollflächig verglast werden. Es entstand ein neutraler Einraum, der über der Wiese schwebt und die umgebende Natur optisch einbezieht. Dieser Eindruck wird weder durch sichtbare Konstruktionen noch durch feste Einbauten gestört: 16 Holzschiebewände ermöglichen eine flexible Zonierung des Atelierraums. Als Konstruktion in Erscheinung treten lediglich zwei massive Stahlbetonstützen, die alleinige Unterstützung des Dachtragwerks sind und gleichzeitig Entwässerung und den Kamin in sich bergen. Jeweils zwei hinter den großen Glasschiebefenstern sitzende schlanke Stahlstützen sichern das Dach gegen Abheben. Die geschosshohen Scheiben scheinen zwischen Boden und Decke geschoben, sind dort mit schmalen Bändern aus vorpatiniertem Stahl eingefasst und an den Vertikalstößen miteinander verklebt.
