Der Kristall des Prada-»Epicenter« an der Fashionmeile Omotesando ist wie ein dreidimensionales Schaufenster ausgebildet. Eine von einem bemoosten Wall eingefasste »Plaza« unterstreicht die Besonderheit des Ortes. Die prismatische Form des Baukörpers respektiert die Winkel der Abstandsrichtlinien und wird durch konvex und konkav gewölbte Gläser zu einer sinnlichen Erscheinung. Die optischen Effekte der verformten Gläser verführen zum Betreten dieser Raumskulptur, deren rautenförmige Fassade gemeinsam mit den horizontalen aussteifenden »Tubes« der Umkleiden und den Geschossdecken einen starren Käfig bilden, der selbst Erdbeben standhält. Die Stahlprofile der tragenden Fassade konnten nur wegen der Neoprenlager der Fundamente so filigran dimensioniert werden. Die Unterkonstruktion der Verglasung ist als diagonale Pfosten-/Riegelfassade ausgeführt. Damit die Dichtigkeit trotz der durch die Rautenform bedingten Schrägstellung der Pfosten gewährleistet werden kann, wurden die Innenseiten zusätzlich mit Silikon nassversiegelt.
