Wohnhaus in London

Das denkmalgeschützte Reihenhaus im Londoner Stadtteil Belgravia nahe der Victoria Station stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Später entstandene, durch einen Hof vom Wohngebäude getrennte eingeschossige Zubauten wandelten die Architekten in einen großzügigen Gemeinschaftsbereich um. Der eher kleinteilige Altbau mit Schlafräumen in den Obergeschossen wirkt als Puffer zur Straße. Dahinter öffnet sich die lichte Erweiterung mit einer spannungsvollen Abfolge wohlproportionierter Räume. Glasdächer mit filigranen Edelstahlprofilen belichten diese von oben. Koch- und Essbereich treten an die Stelle des ehemaligen Hinterhofes. Zwei Stahlrahmen, an beiden Enden des Raums unsichtbar in die Wände integriert, stützen zehn Meter lange, von transluzenten Glasscheiben verdeckte Vierendeelträger. Diese tragen das in der Mitte angehobene Dach, dessen Isolierverglasung im Scheibenzwischenraum mit einer weißen transluzenten Wärmedämmschicht versehen ist. Sie beugt übermäßiger Aufheizung bzw. Auskühlung vor und lässt gleichzeitig ein Maximum an diffusem Licht in den Raum. Auch aus Gründen des Denkmalschutzes musste dieses größte Oberlicht in weiß gehalten werden. Schmale Lichtbänder zu beiden Seiten lassen dennoch Ausblicke in den Himmel zu. Ebenso wie die Dächer über Wohnbereich und Pool transportieren sie Licht- und Wetterstimmungen ins Innere des Hauses.

Wohnhaus in London
© Richard Bryant/arcaid