Inmitten der widersprüchlichen städtebaulichen Situation der »Donaucity« bildet der schwarze Quader der römisch-katholischen Kirche »Christus Hoffnung der Welt« einen wohltuenden Ruhepol. Das Quartier wurde als eigenständiges Zentrum östlich des Donaukanals geplant und zeichnet sich durch Heterogenität und große Maßstabssprünge zwischen Hochhaustürmen und vereinzelt stehenden niedrigen Gebäuden aus. Die Kirche befindet sich an einer städtebaulich markanten Stelle, direkt an Hauptverkehrsachse und U-Bahn-Station. Demonstrativ diagonal aus dem Raster des Viertels gedreht, setzt sie sich bewusst von der Umgebung ab. Die Drehung geschieht jedoch nicht willkürlich, sondern ermöglicht die exakte Ausrichtung nach Osten. Ein Drittel des Gebäudevolumens wurde im Boden versenkt, sodass der Kubus inmitten der Wohnhochhäuser noch niedriger und gleichsam im Boden verankert erscheint.
