Ökumenische Kirche in Freiburg

Das markante Gebäude mit 15 m hohen Sichtbetonwänden lässt die besondere Nutzung bereits erahnen. Es beherbergt neben einer katholischen und einer evangelischen Kirche ein Gemeindezentrum für die Einwohner des neuen Stadtteils Rieselfeld im Norden Freiburgs. All diese Funktionen sind in einem einzigen monolithischen Kubus zusammengefasst, um ein repräsentatives Volumen zu erzeugen. Geplant war ursprünglich eine dreiteilige Anlage mit einem zentralen gemeinsamen Foyer mit Taufbecken. Beide Pfarrer sprachen sich für die Feier ökumenischer Messen aus, daher können nun diese drei Räume mittels acht Meter hoher Schiebewände aus Beton miteinander verbunden werden. In der katholischen Kirche ist die Stimmung kontemplativ, nur wenige Öffnungen lassen Tageslicht in den Raum dringen. Die Bestuhlung ist bogenförmig um die Altarnische im Westen gruppiert. Der evangelischen Kirche verleiht ein großes Fenster in der Ostfassade eine hellere Atmosphäre. Bei der Feier der jährlich ca. zehn ökumenischen Messen kann die gesamte mobile Ausstattung um das liturgische Zentrum im Foyerbereich verschoben werden. Streiflicht, das über die Oberlichtbänder einfällt, wirft dramatische Schatten auf die gefalteten Wände, die den Raum rhythmisieren und gliedern. Die bis zu zwei Meter starke Doppelwand im Westen ist mit tiefen Nischen und Einschnitten plastisch gestaltet.

Ökumenische Kirche in Freiburg
© Christian Richters