Zu der Bauaufgabe gehörte außer dem Neubau der Villa, die auf den steinernen Fundamenten eines nicht realisierten Vorgängerbaus steht, die Sanierung eines kleineren Wohnhauses für den Hausmeister sowie die landschaftliche Gestaltung des Anwesens. Um die Villa zu betreten, muss der Besucher erst das 20.000 m² große Grundstück am Südhang des Monte St. Catarina nördlich der portugiesischen Industriestadt Famalicão durchqueren. Vorbei an den Natursteinmauern des terrassierten Geländes mit seinem alten Baumbestand aus Eichen und Pinien gelangt er schließlich zum Swimmingpool. Von dort führt ein schmaler Weg an der Nordseite des Hauses zum Eingang, der unauffällig in den flachen Trakt der Nebenräume eingefügt ist. Im Inneren öffnet sich der Raum fast unmittelbar in das zweigeschossige lichtdurchflutete Eingangsfoyer. Die hier ansetzende Rampe führt schließlich in eine fließende Raumfolge von Ess-, Wohn- und Aufenthaltsbereichen mit Aus- und Durchblicken in die umgebende Landschaft. Der Blick des Besuchers wird unwillkürlich hinauf gezogen, da Oberlichter das Licht entlang den weiß verputzten Wänden bis ins Erdgeschoss lenken. Die Böden in diesen Räumen sind einheitlich aus Eichenholz und gehen optisch in die Wandverkleidungen und die eingebauten Möbel aus dem gleichen Material über. In der Küche und den Bädern sind Böden und Wände mit sandfarbenem Marmor verkleidet und kontrastieren mit den hölzernen Fensterrahmen und Möbeln.
