Ein außergewöhnlicher, dreidimensionaler Park im Norden Zürichs definiert das Thema Stadtgarten völlig neu. In der zweiten von vier Parkanlagen für das neue Zentrum Zürich-Nord mit ca. 5000 Einwohnern und 12.000 Arbeitsplätzen entstand eine Stahlkonstruktion, die mit der Zeit vollständig mit Pflanzen berankt sein wird. Die über 100 Meter lange und 17 Meter hohe Stahlstruktur überspannt den Park als großmaßstäbliche »Stadt-Gartenlaube«. Ihr Volumen entspricht dem Gebäude, das zuvor hier stand. Verschiedenartige, üppig wachsende und duftende Kletterpflanzen werden die innen wie außen mit Rankhilfen überzogene Konstruktion überziehen. Pflanztröge in der oberen Ebene ermöglichen eine Begrünung auch im Dachbereich. Zwischen den beiden grünen Schichten der Hülle führt ein Weg aus verzinkten Stahltreppen auf das Dach. Von den Stegen kragen holzgedeckte Loggien aus. Vom Dach erreicht man ein Sonnendeck, das Aussicht über den neuen Stadtteil bietet. Die ruhigen Gartenräume laden zum Verweilen ein, in der Halle können aber auch öffentliche Theater- und Konzertveranstaltungen stattfinden. In dem wassergebundenen Boden ist ein Feld mit grünem Glassplitt-Belag ausgespart, in dem ein Wasserbecken und verschiedene Sitzgelegenheiten Schwerpunkte bilden. Kelchförmig wachsen hier Rankhilfen aus Edelstahlseilen bis unter das Dach. Durch eine Grundbeleuchtung der grünen Wände bleibt der Kubus nachts im Stadtraum präsent. Für Veranstaltungen sind Leuchten vom Dach abgehängt. In einem zweiten Bauabschnitt entsteht südlich des begrünten Volumens ein Platz, auf dem 25 biegsame, begrünte Stelen im Wind spielen.
