Architekturbüro in Barcelona

»Ich freue mich, wenn Menschen voller Visionen ins Atelier kommen« meint der Architekt Carlos Ferrater. Gut ablesen lässt sich diese Haltung an seinem Wohn- und Bürogebäude in Barcelona: Massive Fassadenelemente wechseln mit leichten, gläsernen Flächen und machen gemeinschaftliche und private Bereiche sichtbar. Eine vorgehängte Glasfassade, auf Rollen verschiebbare Sonnenschutzelemente aus Nyangon-Holz und fest montierte Eisengeländer schichten sich hintereinander, Quarzitplatten verkleiden mit strukturgebenden Schattenfugen die Fassade. Hinter dem voll verglasten Eingangsbereich fangen Lichtspiele und eine abgehängte Stahltreppe die Blicke der Passanten. Hier liegen auf drei Ebenen die Büroräume des Architekten, darüber befinden sich Wohnungen und Büros. Die Treppe aus gekantetem Stahlblech zur internen Erschließung des Büros besticht durch ihre puristische Erscheinung. Eine Gipskartonwand verbirgt den Podestanschluss mit einem dahinterliegenden Stahlträger und lässt nur die schmalen Querschnitte der Stufen und der Abhängung sichtbar. Die Treppenläufe sind konstruktiv unabhängig und durch eine Stufe im Podest voneinander abgesetzt. Die Einzelelemente der Tritt- und Setzstufen sowie die Stäbe der Abhängung sind miteinander verschweißt, auf ein Geländer wird, abgesehen von einer Absturzsicherung im Obergeschoss, verzichtet.

Architekturbüro in Barcelona
© Alejo Bagu