Anlegestelle im Hafen von Alicante

Das Programm des Wettbewerbs sah vor, an diesem exponierten Ort im Hafen von Alicante einen Kai anzulegen mit einem kleinen Gebäude zum Ticketverkauf, einem Laden und einem Warteraum für die Passagiere. Diese Aufgabe und die Lage des Projektes veranlassten die Architekten, sich mit ihrem Entwurf an die Materialsprache und präzise Leichtigkeit des Schiffbaus anzulehnen. Der Pavillon orientiert sich auch in seiner horizontalen Ausrichtung am Hafen. Indem er so niedrig wie möglich bleibt, setzt er sich gegen die hohe Bebauung der Strandpromenade ab und ermöglicht damit auch weiterhin die freie Sicht von dort auf das Meer. Entgegen der vorgesehenen Nutzung wird das Gebäude seit seiner Fertigstellung vorwiegend als Café genutzt, was nicht weiter verwunderlich ist, da es über eine einladende Sonnenterrasse verfügt, die an der Kante des Kais über das Meer hinauskragt und einen schönen Blick auf den Hafen und die Stadt bietet. Zudem geht die Terrasse fließend in den sonnen- und windgeschützten Warteraum über – ein idealer Ort, die Atmosphäre zu genießen und in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Die Tragkonstruktion des Pavillons ist ein Stahlskelett, das mit Aluminiumblech verkleidet wurde, während die Oberflächen der Möbel und der Boden aus Holz gefertigt sind. Das Dach des Pavillons löst sich über der Terrasse in einen leichten Lamellenrost auf, sodass die Grenzen zwischen innen und außen verwischen.

Anlegestelle im Hafen von Alicante
© Roland Halbe