Spiel- und Schlafmöbel

In einer Wohnung im 10. Pariser Arrondissement sollte das Kinderzimmer in zwei Bereiche unterteilt werden. Anstelle einer Trennwand platzierten die Architekten in der Mitte des Zimmers ein Einbauelement, das Raumteiler, Hochbett und Spielmöbel zugleich ist. Das raumhohe, 2,96 × 1,28 m große und komplex gestaltete Möbel bildet an der Rückfront eine nahezu glatte Wandfläche; auf der Vorderseite lädt es mit Tisch, Regalen, Nischen, Treppe und Sitzstufen zum Klettern, Malen, sich Verstecken ein. Sind die integrierten Schiebetüren geschlossen, entsteht in der rückwärtigen Raumzone ein Schlafbereich für das jüngere Kind, während die ältere Tochter auf der anderen Seite nach Lust und Laune spielen kann. Fächer und Borde nehmen Bücher und Spielsachen auf, und auch der Sockel dient als Stauraum; hier sind mit Klappen verschließbare Truhen eingelassen. Das Möbelelement ist aus 20 mm starken MDF-Platten auf einer Unterkonstruktion aus Kanthölzern gefertigt, vor Ort zusammengesetzt und verschraubt. Die Konstruktion ist selbsttragend und selbstaussteifend, die Bettfläche liegt auf der Treppe und den als Stützen konzipierten Regalen auf. An Decke und Boden befestigt, kann das Möbel problemlos wieder ausgebaut werden. Der seidenmatte Anstrich in hellem Graublau verleiht ihm Eleganz und Leichtigkeit und bildet einen dezenten Hintergrund für die farbenfrohe Kinderwelt.

Spiel- und Schlafmöbel
© Stéphane Chalmeau