Für einen temporären Pavillon entwickelten Architekturstudenten der Tokyo University of Science in Zusammenarbeit mit Lehrbeauftragten, Tragwerksplaner und Membranhersteller ein experimentelles, extrem leichtes Tragwerk. Die 26 m lange, bis zu 7,5 m breite und 4,25 m hohe selbsttragende Leichtbaukonstruktion besteht aus nur zwei Komponenten, die Tragstruktur und zarte Raumhülle zugleich sind: eine 0,7 mm starke Membran aus elastischem Polyestergewebe sowie Aluminiumrohren, die einTensegrity-System bilden. Hier ist die Membran das Zugelement, als Druckstäbe dienen 25 mm starke Aluminiumrohre unterschiedlicher Längen. Die 131 Einzelstäbe berühren sich gegenseitig nicht, sie sind mittels aufgenähter Futterale in die Membran integriert. Am Boden ist die Hülle ähnlich wie ein Zelt mit Pflöcken verankert, die hier als Aluminiumrohre mit zusammengedrückten Spitzen ausgeführt sind. In diese Pflöcke werden die Stäbe gesteckt und mit Stahlstiften gehalten; in die Stifte sind auch die an den Membran-Fußpunkten angebrachten Ösen eingehängt. Bei einem Gewicht von nur circa 600 kg überspannt die schwerelos wirkende Konstruktion eine Fläche von 146 m².
