Als Hommage an ein kleines Haus, das in den 1940er-Jahren mitten auf einem Feldweg stand und längst verschwunden ist, versteht sich der Entwurf der Apotheke im Stadtzentrum von Osaka. Mit der Silhouette einer einfachen Hütte verweist das eingeschossige Haus auf seinen historischen Kontext und steht damit in bewusstem Kontrast zu den unmittelbar angrenzenden mehrstöckigen Wohngebäuden. Der langgestreckte Baukörper mit Satteldach, dessen Form im Innenraum eine kontinuierliche Raumperspektive erzeugt, folgt der linearen Form des Grundstücks. Die Längsseiten und das Dach sind mit Blechverkleidungen versehen, während die straßenseitige Fassade komplett transparent gestaltet ist. Sobald der Besucher das Gebäude über eine Glasschiebetür betritt, fällt der Blick auf die L-förmige Theke und eine Galerie, die als Wartebereich dient. Darunter verbirgt sich das nicht einsehbare Medikamentenlager. Ein einfaches Stahlrahmensystem bildet das Haupttragwerk und erlaubt eine filigrane Sekundärkonstruktion aus Holzpfosten und Dachsparren. Ergänzt durch naturbelassene Holzböden und Faserzementplatten an den Wänden tauchen sie den Raum in einen angenehmen warmen Farbton und verleihen dem Gebäude nicht zuletzt mithilfe einer raffinierten Beleuchtung einen einladenden, nahezu wohnlichen Charakter.
