Das Grundstück ist austauschbar und typisch für die Peripherie jeder beliebigen südfranzösischen Stadt: reihenweise billig erstellte Massenwohnquartiere für niedrige Einkommensschichten, eine Ausfallstraße, gesichtslose Gewerbehallen und Brachflächen. Was den Ort besonders macht? Er liegt in Montpellier, der am schnellsten wachsenden Stadt Frankreichs. Das neue Selbstbewusstsein bringen die Verantwortlichen durch architektonische Landmarken zum Ausdruck: Im Süden thront seit 2011 der achtgeschossige dunkelblaue Stahlkubus des neuen Rathauses von Jean Nouvel wie ein Eingangstor über dem Park, im Osten wurde im September von Massimiliano Fuksas ein in glänzendes Aluminium verpacktes Quartier mit Hotelfachschule, Wohntürmen und Sporthalle eröffnet. Mit dem Archivgebäude von Zaha Hadid ist das zuerst konzipierte dieser Projekte als letztes fertig geworden
