Mobile Smile - vorgefertigtes Haus für Katastrophenopfer in Japan

Diverse Untersuchungen nach Erdbeben-katastrophen in Japan verweisen auf die belastende Situation in den üblichen temporären Notunterkünften. Dies veranlasste die Architekten, ein Konzept für Katastrophengebiete zu entwickeln, das die betroffenen Menschen bei der Rückkehr in dauerhafte Wohnungen unterstützen soll. Hierfür entwarfen sie mobile Häuser, die sowohl temporär wie auch als permanente Gebäude genutzt werden können. Ihr Ziel waren schnell verfügbare, kostengünstige und gut gestaltete Häuser, die langfristig über 30 Jahre haltbar und nutzbar sind. Die Konstruktion in Holzbauweise ermöglicht den einfachen Aufbau und eine unkomplizierte Demontage sowie eine leichte Erweiterung und Veränderung der Häuser. Die Vision der Planer ist eine umfassende Hilfsmaßnahme durch Bereitstellung des Konzepts, der Materialien und eines Teams aus Fachleuten für die Ausführung. Der Einsatz sieht drei Phasen vor: Zunächst werden die Häuser an zentraler Stelle produziert. Während der Instandsetzung der Infrastruktur vor Ort erfolgt dann die Aufstellung als temporäre Unterkunft im unzerstörten Bereich. Schließlich können die Häuser als dauerhafte Wohnungen in das gewohnte Umfeld transportiert und dort auf festen Fundamenten aufgestellt werden. So entstehen die Gemeindestrukturen wieder neu. Ausführungsvarianten erlauben die Anpassung an unterschiedliche Anforderungen. Dabei dienen die mobilen Häuser, die bei Bedarf untereinander gekoppelt und auch wieder getrennt werden können, nicht nur als Wohnungen unterschiedlicher Größe – es gibt Varianten für die Nutzung als mobile Klinik oder öffentliche Wasch- und Baderäume sowie flexibel nutzbare Mehrzweckräume.

Mobile Smile - vorgefertigtes Haus für Katastrophenopfer in Japan
© Atelier Tekuto