Der Kindergarten der südlich von Wien liegenden Marktgemeinde ist eingebettet in ein Wäldchen mit alten Kastanien. Zwischen die imposanten Bäume sind einzelne Gebäudeteile gesetzt, in denen Verwaltung, drei Gruppenräume und ein Bewegungsraum untergebracht sind. Jede Gruppe erhält ihr eigenes kleines Haus, verbunden durch eine verglaste Erschließungszone als »Straße«. Diese weitet sich am Foyer zum Platz auf und bietet in alle Himmelsrichtungen Ausblicke in den Garten. Die Lärchenschalung der Häuser setzt sich von innen nach außen fort und steht im Dialog mit den mächtigen Baumstämmen. Das Foyer dient als Multifunktionszone, die an einen Gruppen- oder Bewegungsraum angegliedert werden kann. So ist die räumliche Abgrenzung von Spielen und Lernen möglich, oder angeleitetem und freiem Spiel. Für Feste wird die mobile Trennwand des Bewegungsraums zum Foyer geöffnet und ein großer Veranstaltungsraum entsteht, der auch als Speisesaal genutzt werden kann. Meistens jedoch essen die Kinder in den Gruppenräumen. Deren Zweigeschossigkeit in Verbindung mit den weiß lasierten Fichtenoberflächen lassen den Raum großzügig wirken. Zudem entsteht durch die großen Panoramafenster ein fließender Übergang zwischen innen und außen. Die seitlichen Fenster mit liegenden Formaten bieten sich durch ihre niedrige Brüstungshöhe als Sitzbank an. Ein besonderer Ort ist die Galerie, auf der die Kinder das Treiben der Gruppe oder durch ein breites Oberlicht die Baumkronen und den Himmel betrachten können.
