Kindergarten in Espoo

Espoo ist die zweitgrößte Stadt Finnlands mit nur 255.500 Einwohnern. An Helsinkis östlichsten Bezirk angrenzend, erstreckt sich Espoo über 528 km2. Nur 40 % davon sind bebaut – eine typisch finnische Stadt, deren mehrgeschossige Wohnhäuser locker im Nadelwald verstreut sind. Der Stadtteil Saunalahti, attraktiv in einer Bucht gelegen, wird seit 2003 entwickelt. Weil die günstigen Mieten vor allem junge Familien reizen, stieg auch der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen. Zudem müssen Finnlands Gemeinden jedem Kind einen Kindergartenplatz anbieten, wobei zwischen der Betreuung auf Finnisch und Schwedisch gewählt werden kann. Im neuen Kindergarten in Saunalahti wird finnisch gesprochen. Die Erzieherinnen mit Universitätsabschluss – auch das ist in Finnland Standard – betreuen 85 Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren. Weil das Spielen im Freien zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter zum pädagogischen Konzept gehört, sind alle Eingänge mit einer Schmutzschleuse versehen. Wenn nötig, werden dort die in Regenkleidung gehüllten Kinder mit dem Schlauch abgespritzt, danach kommen die Kleider in den beheizten Trockenschrank. Hinter der Schleuse sind Straßenschuhe tabu. Auf den blitzsauberen Boden fällt Tageslicht durch die von dem Künstler Aimo Katajamäki gestalteten Oberlichter mit Motiven zu Weltraum, Erde und Meer, die den Gruppen auch ihre Namen geben.

Kindergarten in Espoo
© Marc Goodwin