Filmzentrum in Madrid

In den letzten Jahren hat sich das Matadero-Gelände mit den von 1907 bis 1927 errichteten Hallen des ehemaligen städtischen Schlachthofs von Madrid zu einem Campus für Kreativkultur gewandelt. Für die Umwandlung der Nordost-Ecke des Komplexes zu einem Filmzentrum setzten die Architekten ein außergewöhnliches Konzept um, das mit seinem raffinierten innenräumlichen Spiel von hell und dunkel in direktem Bezug zur Filmkunst steht. Die aus mehreren verbundenen Gebäuden bestehende Einrichtung, die sich vor allem dem Dokumentar- und Experimentalfilm widmet, umfasst neben einem Filmarchiv zwei Vorführsäle, Film- und Fernsehstudios mit Büroräumen sowie eine Bar und einen Hof für sommerliches Freiluftkino. Um die kraftvolle Atmosphäre der Bestandsgebäude mit ihren Natursteinfassaden und gemauerten Ziegelbändern erhalten und in die Umgestaltung integrieren zu können, wurden umfangreiche Reparaturen wie zusätzliche Pfähle zur Fundamentverstärkung oder rissstabilisierende Stahleinlagen in den Wänden durchgeführt sowie neue Stahlbetondecken eingebracht. Die neuen Einfügungen setzen sich gegenüber dem Bestand mit dunklen Böden, Decken und Wandbekleidungen ab.

Filmzentrum in Madrid
© FG+SG Fotografía de Arquitectura