Kantine des Spiegel-Verlags in Hamburg

Nach über vierzig Jahren in der knallorangenen Kantine Verner Pantons speisen die Mitarbeiter des Spiegel-Verlags nun unter Inseln dottergelber Deckenschalen in einem Meer aus über viertausend kristallin schimmernder Spiegel. Die Ippolito Fleitz Group hatte die schwierige Aufgabe, das Erbe des bekannten dänischen Designers anzutreten, dessen Gestaltung eine hohe emotionale Beteiligung hervorrief. Sie entschieden sich für eine eigenständige »pantonfreie« Architektursprache und schafften es, der Kantine ein charaktervolles neues Gesicht zu verleihen. Zweifellos steht dabei die Decke als identitätsstiftendes Element im Mittelpunkt des Entwurfs. Gestalterisch nimmt sie das Motiv des Wassers in Referenz an die Lage direkt am Hafenbecken auf, ganz nebenbei erfüllt sie alle technischen Anforderungen. Damit sich die Mitarbeiter beim Mittagessen austauschen und gleichzeitig entspannen können, sorgen eine gute Akustik und eine blendfreie Beleuchtung für die geeignete Atmosphäre. Die Gesprächskultur und der Austausch haben einen hohen Stellenwert im Verlag, die Mitarbeiter können die Kantine zu allen Tages- und Nachtzeiten nutzen, für Besprechungen, Veranstaltungen oder Feiern in kleinem oder großem Rahmen. In Zukunft soll ein Kartensystem erlauben, schon vom Büroplatz aus das Essen zu bestellen.

Kantine des Spiegel-Verlags in Hamburg
Spiegel-Verlagshaus, Hamburg 2011 Henning Larsen Architects, Kopenhagen Spiegel-Kantine: Ippolito Fleitz Group, Stuttgart © Zooey Braun