Showroom in Tokio

Passanten in den Straßen Harajukus, dem neuen In-Viertel Tokios, scheint der lange schmale Baukörper geradezu entgegen zu schweben. Der Entwurf für den Showroom, in dem die jeweils aktuelle Modekollektion vorgestellt wird, ergibt sich aus den örtlichen Gegebenheiten: Die Eingangssituation und Zufahrt zu dem zurückgesetzten Hauptgebäude konnte nicht bebaut werden, die Parkplätze sollten erhalten bleiben und gleichzeitig ein Bezug zur Straße hergestellt werden. So wurde der Vorführraum als Container vor die Fassade gesetzt, drei Meter in Quer- und zehn Meter in Längsrichtung auskragend, und über die komplette Höhe des 1. Obergeschosses mit den beiden Eckstützen des Treppenhauses verschweißt. Die Konstruktion entspricht der eines Kastenträgers: Seitenwände, Boden und Decke werden von Fachwerkträgern in der Höhe und Breite des Raumes gebildet, Metallrahmen (im Abstand von 2,50 Meter) dienen der Aussteifung. Die Dimension der Tragstruktur bleibt nach außen hinter der mit Metallblech verkleideten Gebäudehülle versteckt. Das Studio der Designer, Lager und Besprechungsraum befinden sich im Hauptgebäude, ebenso ein Atelier im obersten Geschoss, mit Blick über die Stadt. Das Dach des Showrooms kann als Pausenterrasse, aufgrund seiner Länge aber auch als Laufsteg genutzt werden.

Showroom in Tokio
© Kozo Takayama