Café in Helsinki

Zwischen dem Stadtgarten an der Töölönlahti-Bucht und der Finlandia-Halle ist mit der Holz-Glas-Box ein einladendes Sommercafé und ein neuer städtischer Ort entstanden. Der Pavillon war das Siegerprojekt eines Wettbewerbs für Architekturstudenten, den der finnische Holzinformationsdienst gemeinsam mit der Technischen Universität und der Stadt Helsinki ausschrieb. Zunächst als temporäres Gebäude geplant, soll das Café nun auch in den nächsten Jahren den Besuchern offen stehen. Als Tragstruktur und Hülle umschließt ein massiver Holz-»Ring« den Innenraum und rahmt den Ausblick auf Stadt und Park. Boden, Wände, Decke und die Sitzbänke der Terrasse bestehen aus Brettschichtholzelementen, die als 62 cm breite Tafeln angeliefert und vor Ort zusammengesetzt wurden. Im Namen des Cafés – »Hiili« (Kohle) – klingt die Entstehung des schwarzen Äußeren an: Die Holzoberflächen wurden geflämmt, mit Teeröl imprägniert und nochmals geflämmt. Zweimal jährlich wiederholt, bietet das Verfahren einen ausreichenden Regenschutz. Im Innenraum ist das Holz naturbelassen und nur geschliffen. Aufs Wesentliche ist auch die Inneneinrichtung reduziert – mit Theke und Ofen aus schwarzem Stahl. Je nach Bedarf wird das Café mit Tischen und Stühlen möbliert. Die beidseitig vorgelagerten Veranden und Terrassen schaffen darüber hinaus einen attraktiven Freiraum.

Café in Helsinki
© Marko Huttunen