Seit den 60er-Jahren beabsichtigte der Schweinfurter Gusskugelfabrikant Georg Schäfer, seiner Sammlung von Gemälden und Grafiken des 19. Jahrhunderts ein Museum zu bauen. Nach nicht realisierten Planungen von van der Rohe und von Branca wurde eine Bauruine zwischen Rathaus und Mainbrücke als Standort des Ausstellungshauses gefunden: Auf dem Sockel der drei Meter aus dem Boden ragenden Tiefgarage ergänzt ein dreigeschossiger Travertinkörper den bestehenden Altstadtblock. Das 2. OG (Dauerausstellung) nutzt fast die gesamte Grundstücksfläche, während 1. OG (Wechselausstellung) und gesockeltes Eingangsgeschoss zum Teil erheblich zurück-springen, Platz lassen für eine öffentliche Durchwegung des Blocks und über eingeschnittenene Rampen und Treppen eine sanfte Annäherung erlauben. Zwei gegossene zweiläufige flache Treppen begegnen sich in der zentralen Sichtbetonhalle, belegt mit Eichenstufen und zunächst offenen, im zweiten Lauf geschlossenen Brüstungen.
