Baulücke in Berlin

Die Baulücke im Stadtteil Prenzlauer Berg galt wegen ihres ungünstigen Zuschnitts lange als unbebaubar. Mit ihrem ungewöhnlichen Konzept fanden die Architekten jedoch eine ökonomische und architektonisch reizvolle Lösung: Die Fassade springt teilweise weit hinter die Baulinie zurück. Es entsteht eine »Nische« in der Blockrandbebauung, die die Geschlossenheit des Blocks, die scharfe Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatheit, aufbricht. Die Trennung von Innen und Außen wird durch die »Nische« relativiert. Im Erdgeschoss vermittelt der innen und außen durchgängige Plattenbelag den Eindruck einer öffentlichen Passage. Die raumhohe Glasfassade der Bar schafft einen fließenden, transparenten Übergang zum Straßenraum und verleiht dem Gebäude einen schwebenden Charakter.

Baulücke in Berlin
© Stephanie Kiwitt