Wohnhaus in Amsterdam

Im Herzen von Amsterdam, eingereiht zwischen den pittoresken Häusern der Altstadt, steht das nur vier Meter schmale Gebäude. Mit seiner flachen Backsteinfassade aus handgeformten Ziegeln und den weißen Holzrahmen bezieht es sich auf die benachbarten Häuser, stellt bewusst einen Zusammenhang zur historischen Bebauung her. Außergewöhnlich an dem Haus sind die zweigeteilten Fensterelemente: Sie wirken von innen wie lang gestreckte Schlitze, durch die viel Licht in die Tiefe des Gebäudes gelangt; außen erscheinen sie klein und in der Proportion an die Formate der Nachbarhäuser angepasst. Während der obere Teil des Fensters durch seine breiten weißen Rahmen stark mit der Ziegelfassade kontrastiert, tritt der untere Teil optisch in den Hintergrund. Dort sitzt das Glas tief in der Leibung, der Fensterstock verbirgt sich hinter der Wand. Auch die Konzeption der Grundrisse ist ungewöhnlich: Zwei Wohnungen sind in dem Haus untergebracht. Die eine, kleinere wird durch die rechte Eingangstür betreten und erstreckt sich über Erd- und Obergeschoss. Ein Garten zum Hof bietet Freiraum. In die größere Wohnung gelangt man über die linke Tür. Eine Treppe führt direkt in die zweite Etage und weiter hinauf bis ins vierte Stockwerk. Dort befindet sich auch eine geräumige Dachterrasse, die von einer Galerie, im zweigeschossigen Wohnraum aus, zugänglich ist.

Wohnhaus in Amsterdam
© Ger van der Vlugt