Wohnhaus in Flawil

Das umgebaute Einfamilienhaus ist mit seinem schlichten Erscheinungsbild harmonisch in das ländliche Umfeld des kleinen Schweizer Ortes Flawil eingebunden. Hinter seiner ursprünglich verputzten Fassade verbarg sich eines der ersten in der Schweiz erstellten Holzbaufertighäuser. Um dieses als Holzbau wieder erkennbar zu machen, wurde der Putz entfernt und das Haus bekam eine neue, wärmegedämmte Außenfassade aus Lärchenholz. Mit seiner einfachen geschlossenen Form erinnert es an die traditionelle Scheunenarchitektur der Umgebung. Die im Süden vorgehängte Lamellenfassade unterstützt nicht nur diese Wirkung, sondern dient auch als Sichtschutz sowie als Lichtfilter für den dahinter liegenden vollverglasten Wohnbereich. Zur passiven Nutzung der Sonnenenergie ist die ganzseitige Isolierverglasung energetisch sinnvoll im Süden angeordnet. Gleichzeitig schützt der Lamellenvorhang den Raum im Sommer vor direkter Sonneneinstrahlung. Nord-, Ost-, und Westfassade sind dagegen nur sehr sparsam mit Öffnungen versehen. Die ursprüngliche Holzständerkonstruktion, der Betonsockel und auch die alten Holzbalkendecken blieben hier erhalten. Die Fassaden wurden den heutigen Anforderungen entsprechend gedämmt sowie außen und innen mit Holz verkleidet. Zusätzlich wurde das Haus mit einer neuen Gaszentralheizung und einem Warmluftkamin ausgestattet.

Wohnhaus in Flawil
© Hannes Henz