Internetcafé in Bangkok

Städtenamen aus aller Welt zieren in roten Lettern das aus den 70er-Jahren stammende Eckgebäude im Zentrum Bangkoks. Cyberia liest der Vorbeifahrende, den Namen eines Internetcafés, das erste Filialen in England eröffnete und durch den großen Erfolg dort nun auf der ganzen Welt vertreten ist. Bernhard Blauel war bereits mit der Gestaltung mehrerer europäischer Cafés beauftragt worden. Den Schwerpunkt beim Umbau dieses Gebäudes, das vorher als Ausstellungsfläche für Autos genutzt wurde, legte er darauf, den thailändischen Besuchern den Einstieg in die virtuelle Welt möglichst leicht zu machen. So liegt die Bar als erste Station unmittelbar hinter dem Eingang. Bei einem Drink kann der Internet-Interessierte von dort aus das Geschehen an den Bildschirmen beobachten, bevor er selbst zur Maus greift. Die Computerplätze, in fröhliches Gelb getaucht, sind über ein Schienensystem von der Decke abgehängt und in alle Richtungen verstellbar. Zur Straße hin sind sie durch Stellwände aus doppelwandigen Stegplatten abgeschirmt, deren Kammern mit gelb, orange und rot gefärbten Flüssigkeiten gefüllt sind. So wird einerseits eine gewisse Privatsphäre geschaffen, andererseits das gleißende Tageslicht gefiltert, wobei der Ausblick nach draußen noch möglich ist. Bei Nacht schimmern die Wände in warmen Orangetönen und wecken die Neugier der Passanten, die an den Stellwänden vorbei die Aktivitäten im Café beobachten können.

Internetcafé in Bangkok
© Somkid Paimpiyachat