Teshima Art Museum

Wie ein weißer Betontropfen schmiegt sich das Museum am Rand der Steilküste in die hügelige Landschaft von Teshima. Grandiose Aussichten über die Seto-Inlandsee mit ihrer zerklüfteten Inselwelt konkurrieren mit dem satten Grün der umgebenden Wälder und Reisfelder. Doch diese Idylle war lange getrübt: Ab Mitte der 1970er-Jahre wurde Teshima als illegales Giftmülllager missbraucht und erlangte traurige Berühmtheit als »Pollution Island«. Erst die Jahrtausendwende brachte politische Veränderungen und damit einen Strukturwandel der Region mit sich. Man begann nicht nur die geschundene Natur zu sanieren, sondern gab der Bevölkerung neue Perspektiven. Wie schon zwölf Jahre zuvor auf der Nachbarinsel Naoshima bildet die Basis hierfür das Wiederbeleben traditioneller Landwirtschaft gepaart mit dem Willen, den abgelegenen Landstrich zu einem Anziehungspunkt für Kulturinteressierte zu machen. Das Kunstmuseum übernimmt hierbei eine zentrale Funktion.

Teshima Art Museum
© Iwan Baan