Strandbad in Zug, Schweiz

Die schlichten Holzbauten des Strandbads am Nordufer des Zuger Sees schließen die Anlage gegen den Bahndamm im Norden ab. Der kürzere Gebäudeteil nimmt einen Kiosk mit Küche, WC-Anlage, Wickelraum und Telefonzelle auf, im längeren Flügel befinden sich alle Garderoben, Sanitärräume und Räume für den Unterhalt. Die Holzkonstruktion ruht auf großflächig betonierten Bodenplatten und Betonsockeln. Sowohl die Ständerkonstruktion der Wände als auch die Dachkonstruktion aus gedämmten Hohlkästen wurden in Elementen vorgefertigt. Die durchlaufende, weiß gefasste Bretterverkleidung steht in reizvollem Kontrast zu naturfarbenen Holzoberflächen. Die in geschlossenem Zustand in die Bretterverkleidung integrierten Türen und Tore kehren nach dem Öffnen die hölzernen Innenseiten nach außen. Dem geschlossenen Baukörper ist im Süden eine offene Gangzone als angelehnte Leichtkonstruktion aus Stützen, Zangen und Dreischichtplatten mit Kupferblechabdeckung vorgelagert. Das extensiv begrünte Hauptdach trägt Sonnenabsorber zur Warmwasserversorgung. Nachträglich wurde noch eine feingliedrige Pergolakonstruktion aus Lärchenholz zur Beschattung der Betonflächen vor dem Kiosk erstellt.

Strandbad in Zug, Schweiz
© Guido Baselgia