Nach gut einjähriger Bauzeit ist die Mexikanische Botschaft am Klingelhöfer Dreieck in Berlin fertig gestellt. Auffallendstes Element des Gebäudes ist die 18 m hohe Hauptfassade. Sie besteht aus 40 zum Teil schräg gestellten bzw. nach innen geneigten Sichtbetonpfeilern aus weißem Beton, dem Marmorstücke beigemischt sind. Die Oberfläche hat durch die Bearbeitung mit dem Stemmhammer eine raue Struktur erhalten. Seitlich und an der Traufe gefasst von einem Betonrahmen markieren die Pfeiler den von der Straße zurückgesetzten Haupteingang in das Botschaftsgebäude. Die hinter den Pfeilern liegende Fassade ist über ihre gesamte Höhe vollständig verglast und ermöglicht Einblicke in das Gebäudeinnere. Vom Eingang aus gelangt der Besucher in das Atrium, dessen Sichtbetonflächen ebenfalls in dem charakteristischen weißen Beton ausgeführt sind. Der kreisrunde, über alle Geschosse laufende Raum ist der zentrale Ort der Botschaft. Im Schnitt zylinderförmig dient er als Multifunktionsfläche und kann bei Bedarf durch einen an ihn angrenzenden Mehrzwecksaal erweitert werden. Ein abgetreppter Dachgarten bildet den oberen Abschluss des Atriums. Im ersten Obergeschoss sind die Konsularabteilung und das kulturelle Zentrum untergebracht, in dem neben Konferenzen auch Seminare und Ausstellungen stattfinden. In den beiden anderen Geschossen liegen die Räume für den Botschaftsstab, die mit dem darüber liegenden Dachgarten abschließen.
