Kunstschule in Paris

Nachdem die Universität in St. Denis einen neuen Bibliotheksbau erhalten hatte, sollten die ehemaligen Bibliotheksräume für den Kunstunterricht und verwandte Nutzungen umgestaltet werden. Aus Kostengründen blieb die Tragkonstruktion aus Betonkassettendecken und Betonfertigteilstützen erhalten. Zur Verbesserung des Schallschutzes sind die Bodenaufbauten verstärkt, mehrlagige Gipskartonbekleidungen und abgehängte Decken mit zusätzlichen Akustikplatten ausgeführt und Nebenräume zwischen die Unterrichtsräume eingefügt. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss wurden von Feld zu Feld unterschiedliche vorgefertigte Fassadenelemente aus Stahlblech mit Festverglasung eingesetzt. Die Lüftung erfolgt über integrierte Stahlblechklappen. Mit ihren rohen Oberflächen korrespondieren die Elemente mit dem harten Umfeld, verändern die Gebäudeplastik und geben dem Bau einen neuen Charakter ohne kosmetische Maßnahmen an den vorhandenen Fassaden. Einige Räume erhielten auskragende Erweiterungen mit komplett verglasten Seiten. Die vorgefertigten Unterkonstruktionen sind mit Injektionsdübeln am Bestand befestigt. Die Stahlblechbekleidung wurde vor Ort aufgeschweißt. Kräftige Farbakzente im Inneren und der Einsatz farbiger Leuchtstoffröhren markieren den besonderen Ort in seinem banalen Umfeld.

Kunstschule in Paris
© Georges Fessy