Mit den insgesamt 96 in die Felswand des Mönchsbergs geschnittenen Zuschauerlogen entstand der Hof der Felsenreitschule im Jahr 1693 nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach. Seit den 1920er-Jahren wird er für Freilichtaufführungen während der Salzburger Festspiele genutzt. In den darauf folgenden Jahren wurde die Spielstätte immer weiter ausgebaut. Der Architekt Clemens Holzmeister realisierte zunächst eine fast vollständig von einem Holzdach überdeckte Zuschauertribüne, 1969 ergänzte er ein ausziehbares Foliendach für den bis dahin offenen Raum über dem Bühnenbereich. Diese simple, aber elegante Regenplane hatte ihre Lebenszeit längst überschritten und entsprach darüber hinaus nicht mehr den Anforderungen an einen zeitgemäßen Spielbetrieb. Aus diesem Grund lobte der Salzburger Festspielhäuser Erhaltungs- und Nutzungsverein 2008 ein Bieterverfahren aus, an dem vier Bietergruppen teilnahmen.
