Im Zug der Weiterentwicklung und Nachverdichtung eines existierenden Wohngebiets am südöstlichen Stadtrand von Berlin entstanden nach der Wende städtebauliche Masterpläne:In Anlehnung an innerstädtische WohngebIete aus den achtziger Jahren sahen sie urbane Bebauungsstrukturen an der Peripherie vor. Die beiden hier gezeigten quadratischenWohnhäuser bilden mit einem weiteren Punkthaus und einem L-förmigen Gebäude annäherungsweiseeine Blockrandbebauung und entsprechen so den städtebaulichen Vorgaben. Die viergeschossigen, nicht unterkellerten Baukörper haben pro Etage jeweils zwei Drei-Zimmer-Wohnungen, im Erdgeschoßzwei kleinere Wohnungen und einige Zusatzräume. Obwohl die Planung den Beschränkungen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus unterworten war, entstanden interessante Wohnungen, mit der Möglichkeit flexibler Nutzung dank neutraler Grundrissdisposition. Die großzügig bemessene Diele läßtsich mittels einer großen Schiebetür nach individuellen Wünschen zuordnen. Als Pufferzonezwischen den Wohnungen dienen das Treppenhaus und die Abstellräume. Bis auf die großzügig geöffnete Nord-Ostfassade zum Innenhof hin sind die Außenwände mit blau-braunen, bis zur Sinterung hart gebrannten Klinkern versehen. Für die Öffnungen wurde ein einziges Fensterelement entwickelt mit integriertem Schiebepaneel und einer Brüstung aus gebürsteten Edelstahlprofilen.
