Das Wochenendhaus steht in einem Wald in der Nähe einer Schnellstraße, zwei Autostunden von Tokio entfernt. Entwurfsvorgabe des Bauherrn war, geeignete Ausstellungsmöglichkeiten für die Werke seiner Tochter, eine Künstlerin, vorzusehen. Da die Gegend um das Baugelände herum nahezu unbewohnt ist, wurden aus Sicherheitsgründen nur wenige Außenfenster vorgesehen. Es entstand ein Gebäude mit mehreren Innenhöfen. Dem Entwurf liegt ein quadratisches Konstruktionsraster von 2,4 auf 2,4 m für die Holzstützen zugrunde. Die Außenwände sind mit verzinktem Weilstahlblech verkleidet Die Lichthöfe haben durchgelochte Wellblechtafeln einen semitransparenten Abschluß nach außen. Innen ist lediglich das Badezimmer durch Wände abgeteilt. Ansonsten gliedern drei unterschiedlich große Lichthöfe den Raum. Diese belichten und belüften die Innenräume, darüber hinaus schaffen sie durch ihre Bepflanzung die Illusion, im Grünen zu sein. Schließlich ergibt sich durch die Spiegelung in den Glaswänden und der glänzenden Decke ein nahezu labyrinthisches Raumerlebnis; ein Effekt, der in Anbetracht der minimierten, einfachen Konstruktion erstaunlich ist. Zusätzliche Faszination bewirkt der Schattenwurf der Lamellenabdeckung über den Lichthöfen, dessen Grafik sich je nach Wetter, Tageszeit und Sonnenstand ändert.
