Aus einer 21 m breiten und 71 m langen Passage, die als Bahnhofshalle dient, erreicht man die darüber liegenden Bahnsteige über Rolltreppen, feste Treppen sowie Aufzüge. Während in der Halle eine gewellte Deckenstruktur mit Metallblechbekleidung und integrierter Beleuchtung den auffälligsten Akzent setzt, dominiert auf der Bahnsteigebene die Glasdachkonstruktion, die die Gleisanlagen auf einer Länge von 430 m überdeckt. Das Dach ruft zunächst Erinnerungen an den Typus historischer Bahnhofshallen hervor, zeigt zugleich aber deutlich ihre neu entwickelte, zeitgemäße Konstruktion. Das Tragverhalten der Konstruktion ist das einer echten Tonnenschale. Diese erreicht ihre hohe Transparenz durch die Auflösung in ein Netz aus Stäben bei gleichzeitiger diagonaler Seilverspannung. Die filigrane Gitterstruktur aus Stahlvollprofilen ist großteils mit planen Glastafeln eingedeckt. Lediglich an den Bogenscheiteln trägt sie eine Eindeckung aus Trapezblechen, die zur Entlüftung aufgeständert ist. Die Haupträger wölben sich im Abstand von 18 m von Bahnsteig zu Bahnsteig und passen sich mit unterschiedlichen Spannweiten an die in großen Bögen verlaufenden Gleise an. Dies führt zu leicht unterschiedlichen Abmessungen der einzelnen Gläser und Stäbe und erforderte eine sorgfältige Montagelogistik. Die Längstseiten sind teils durch verglaste Fassaden geschlossen, teils bildet eine gebogene Auskragung den seitlichen Abschluss.
