Wohntürme in Konstanz

Im Zuge der innerstädtischen Nachverdochtung wurde das knapp bemessene Grundstück mit zwei leicht zueinander versetzten Wohntürmen bebaut. Balkone und Laubengänge erweitern die Wohnfläche zu beiden Seiten der Maisonenewohnungen, die zu diesen Aussenräumen hin ganzflächig verglast sind, Jalousien gewährleisten Sonnenschutz und das nötige Maß an Privatheit. Über die außenliegenden Gitterrosttreppen und Laubengänge könmm jeweils zwei Geschosse einer Wohnung erreicht werden. Stege verbinden die Häuser untereinander und bilden mit der aufgestellten Bepflanzung einen begrünten Kommunikationsraum zwischen den Gebäuden. Das Erdgeschoss der aufgestanderten Stahlkonstruktionen wird für Stellplätze, Haustechnik und Abstellräume freigehalten; auf eine Unterkellerung, geschlossene Treppenhäuser und Windfänge wurde verzichtet. Durch die einfache Stahlkonstruktion sowie durch die kurze Bauzeit von sechs Monaten konnten die zwölf Wohneinheiten trotz Niedrigenergiebauweise kostengünstig erstellt werden. Die Betonfertigteildecken sind über Kopfbolzen schubfest mit den Stahlträgern verbunden. Sämtliche Innen- und Aussenwände sind in nichtragender Trockenbauweise ausgeführt, wobei in den Längswänden Stahlträger, Stützen und Windverbände verlaufen. In Querrichtung werden die Wohnungen von Aussteifungen freigehalten, indem die Kräfte an den Stirnseiten durch außenliegende Vertikalverbände abgeleitet werden.

Wohntürme in Konstanz
© Guido Kasper