Zwei Randbedingungen führten zu dem Entwurfskonzept des Wohnhauses, das aus der Ferne wie zwei aus schwarzem Stein gehauene Monolithe wirkt. Zum einen schrieb die örtliche Genehmigungsbehörde eine traditionelle Bauform mit Satteldach und Schieferdeckung vor. Dieser Forderung folgte der Architekt, indem er sie zum Thema machte und das gesamte Gebäude mit Schiefertafeln umhüllte. Zum anderen führte die Lage des Bauplatzes, der sich in einer unkultivierten Moorlandschaft an der Mündung des Pernef Flusses befindet. zu den klaren Baukörpern. Gegen die wilde Natur sollte sich das Haus in seiner robusten äußeren Form abschotten. In eine kreisrund angelegte Sandfläche, die das Eindringen der Wildnis verhindern soll, sind die beiden Monolithe hineingesetzt; betreten werden sie auf kontrolliertem Weg über erhöhte Holzstege. Die zwei Baukörper sind über einen Verbindungsbau aus Glas und vorgerostetem Stahl verbunden und an der Südseite, an der auch der Fluss liegt, durch große Glasflächen geöffnet. Nähert man sich dem Haus, wird das Spiel des Lichts auf den 50x50 cm großen Schiefertafeln sichtbar, die aus größerer Distanz betrachtet zu einer einheitlich schwarzen Fläche verschmelzen. Einen Kontrapunkt zu der kargen, schwarzen Außenhaut stellt die Gestaltung der Innenräume dar. Beide Einheiten sind in einem warmen changierenden Orangeton gestrichen, wodurch, im Gegensatz zur Außenansicht, eine einladende, freundliche Stimmung erzeugt werden soll.
