Brücke über den Rhein-Main-Donau Kanal in Regensburg

Das Auge nimmt die Fuß- und Radwegbrücke als kraftvolles und dennoch filigranes Element zwischen Staustufe und Autobahnausfahrt wahr. Auf engstem Raum ermöglichen je eine Rampe und eine Treppe, die achsengespiegelt am Nord- und Südufer des Rhein-Main-Donau Kanals angeordnet sind, die Erschließung der Brückenanlage. Das Bauwerk fügt sich gut in die technisch geprägte Umgebung ein, der Brückenfachwerkträger und die schreitenden Stützrahmen der Rampenassoziieren Maschinenelemente. Als statisches System für das Tragwerk wurde ein Einfeldträger gewählt. Auf der einen Seite ist er durch Druck- und Zuglager fest eingespannt, auf der anderen liegt er beweglich auf. Sein Querschnitt hat die Form eines Trogs mit um 10° nach außen geneigten Fachwerkträgern. Durch die Verminderung der Höhe von 5 auf 2,70 m wirkt die Konstruktion dynamisch, Im Abstand von 4 m sind Rahmen angeordnet, die die Obergurte gegen Ausknicken sichern. Mit der dominanten räumlichen Portalbockkonstruktion als Festlager im Norden und der Verjüngung der Fachwerkträger erinnert die Brücke an einen Kranausleger.

Brücke über den Rhein-Main-Donau Kanal in Regensburg
© Christian Schittich