Im Rahmen eines Sanierungsprojekts im Kieler Hafengebiet entstand als wesentlicher Bestandteil der Gesamtmaßnahme eine Fußgängerverbindung der traditionell getrennten Stadtteile am westlichen und östlichen Ufer der Horn, dem Endstück der Keller Förde. Zusammen mit dem benachbarten Anlegestegbildet die vielgenutzte Brücke seither einen belebten Punkt im Hafengebiet. Innerhalb des bewusst einfachen, ungedeckten Seesteges mit seinen kurzen Spannweiten befindet sich als zu öffnender Teil eine Dreifeld-Klappbrücke mit einer Breite von 5 m und einer Spannweite von 25,5 m. In zusammengefaltetem Zustand gibt der bewegliche Teil eine Durchfahrtsbreite von 22 m für den Schiffsverkehr frei. Die im Ruhezustand einer klassischen einseitigen Schrägseilbrücke entsprechende Drehfeld-Klappbrücke mit beweglichen Mastportalen stellt eine technische Weiterentwicklung der Zweifeldklappbrücken dar und führt beim Öffnen einen reizvollen Bewegungsablauf vor.
