- Emilia Margaretha
Die Kampagne »Global city with a local heart« soll Birmingham, der zweitgrößten Stadt Englands, bis zum Jahr 2026 ein neues Image verleihen. Die Fertigstellung des neuen Bibliotheksgebäudes ist dabei ein wichtiger Meilenstein. In prominenter Lage am Centenary Square im Zentrum der Stadt schließt das Gebäude des niederländischen Architekturbüros mecanoo die Lücke zwischen dem Birmingham Repertory Theatre aus den 1970er-Jahren und dem Baskerville House aus den 1930er-Jahren. Nur wenige Meter entfernt steht noch die alte, 1974 erbaute Zentralbibliothek, die im Zuge der Erneuerung des Stadtteils Paradise Circus nun abgerissen werden soll. Äußerlich besteht der Neubau aus drei zueinander versetzt gestapelten Quadern in Gold und Schwarz. Die auffällige Fassadenverkleidung aus ineinandergreifenden Aluminiumringen unterschiedlicher Größe soll eine Reverenz an die industrielle Vergangenheit der Stadt und deren Juweliertradition darstellen. Die je nach Wetter und Tageszeit entstehenden Lichtreflexe und wechselnden Schatten verleihen den Lesesälen eine individuelle Atmosphäre. Auf dem Weg zum Haupteingang überqueren die Besucher den Platz vor dem Gebäude, in den ein großer kreisförmiger Hof eingelassen ist. Aus dem Untergeschoss der Bibliothek begehbar, bietet das »Amphitheater« einen Raum für Konzerte und Lesungen. Die offene Bühne soll die Aufmerksamkeit der Passanten in das vielfältige Innere richten.
