Das Haus liegt am Rand eines neuen Wohngebietes in Kobe. Die Voraussetzungen für den Bau waren schwierig: Das dreieckige Grundstück fällt nach Norden zur Straße hin steil ab; es wird durch eine Stützmauer gefasst. Das Gebäude sitzt auf einer Abtreppung dieser Böschung. An die Südseite grenzt ein kleiner Wald. Aufgabe war die Errichtung eines Wohnhauses mit integriertem Atelier für eine Künstlerin. Küche, Bad und Toilette sind bei dem Entwurf unveränderliche Bestandteile, während im Bereich des Ateliers, des Wohn-, Ess- und Schlafbereiches auf kleinere Veränderungen flexibel reagiert werden kann. Die zwei Ebenen des Hauses sind in Richtung des Waldes überwiegend verglast, so daß die Grenze zwischen innen und außen weitgehend aufgehoben ist. Auch die Wände aus Holzlatten mit offenen Zwischenräumen verstärken das Gefühl, im Freien zu sein. Das Gebäude sollte so schlicht und einfach wie möglich gehalten werden, die Konstruktion unverkleidet ablesbar sein. So kann sich die Ausdruckskraft und Schönheit der tragenden Holzrahmenkonstruktion, deren Rhythmus durch die transparente Gestaltung spürbar ist, vollends entfalten.
