Kanadisches Keramik- und Glasmuseum in Waterloo, Ontario

Zwei rechteckige Gebäuderiegel, die entlang einer schmalen, glasgedeckten Längsachse leicht gegeneinander verschoben sind, bilden die Grundbaukörper des Museums. Der Eingangsbereich ist mit sechs zylindrischen Plastiken besonders signifikant gestaltet. Diese vor dem abgehängten Stahlvordach aufgereihten Betonrotunden dienen als gasbefeuerte Lichtsäulen und stellen abstrahierte Fragmente von Totempfählen dar. Im hinteren Riegel befinden sich die Anlieferung und der zweigeschossige Ausstellungsraum. Drei Grundelemente, bestehend aus Kreis, Quadrat und Dreieck, bilden einzelne Ausstellungseinheiten aus Sichtbeton, die diesen Raum gliedern. Um die ausgestellten Objekte publikumsnah in einer dem Thema angeglichenen Umgebung zu präsentieren, legten die Architekten großen Wert darauf, alle für den Bau verwendeten Materialien naturbelassen einzusetzen. Ziegel, Sichtbeton, Holz, Stahl und Glas dominieren im Erscheinungsbild und geben einen bewusst nicht neutral gehaltenen Hintergrund ab, der mit den Exponaten in Einklang steht.

Kanadisches Keramik- und Glasmuseum in Waterloo, Ontario
© Steven Evans