Ein in seiner großzügigen Kubatur bereits selten gewordener Hoftrakt aus der Jahrhundertwende sollte als Wohnatelier nutzbar gemacht werden. Die gesamte Etage des ehemaligen Archivs wurde bisher ausschließlich über eine mit Glas gedeckte Halle belichtet. Eine neue großflächige Fensteröffnung und der Abbruch aller bisherigen Einbauten ermöglicht Wohnqualität durch stärkeren Außenraumbezug wie Ausblick, Frischluft und zusätzliche Tageslichtzufuhr. Die neue Raumzonierung erfolgt ausschließlich durch zwei Stahlscheiben, um den industriellen Charakter der Halle und des umschließenden Traktes in seiner Ästhetik und seinem Volumen zu erhalten. Parallel dazu stehen - in entsprechendem Abstand - kleinere rote Wandscheiben. Diese Schichtung markiert in den Zwischenräumen Schwellen zu den dahinter liegenden intimeren Bereichen. Raumabschlüsse erfolgen durch raumhohe Glasfelder. Rechtwinklig zu den Stahlscheiben angeordnet, verstärken sie durch ihre Transparenz die freistehende Wirkung der Wandelemente.
