Umbau eines Wasserturmes in Braunschweig

Als einer der letzten Hochbehälter für die Trinkwasserversorgung wurde der Wasserturm 1957 am Rande des Braunschweiger Vorortes Broitzem erbaut. Nachdem er Anfang der neunziger Jahre nicht mehr benötigt wurde, ist er heute als technisches Denkmalgeschützt, durfte jedoch zum Wohngebäude umgenutzt werden. Die klare Form dieses Ingenieurbauwerks ein Stahlbetonskelett mit Ziegelausfachungen, eine auskragende Dachkrempe und das darunterliegende Band aus Glassteinen - wurde von dem stählernen, zylindrischen Wassertank bestimmt. Dieser stand auf einer Platte über dem eingerückten Erdgeschoss, welchedie Hauptlast über acht Stützen abtrug. Die Aussenwände stehen auf dem auskragendenTeil dieser Platte und durften daher durch neu eingefügte Decken nicht belastet werden. Statt dessen tragen nun vier Stahlstützendie neuen Decken und die oberste Dachplane. Diese wurden in Sichtbeton in einer gehobelten Schalung hergestellt, um die Verwandtschaft zum Bestand zu betonen.

Umbau eines Wasserturmes in Braunschweig
© Klemens Ortmeyer