Wohnhauserweiterung in Konstanz

Ein zum Wohnhaus umgebautes Keltergebäude aus dem 16. Jahrhundert, direkt am Ufer des Bodensees gelegen, sollte durch einen Anbau den Bedürfnissen einer großen Familie angepasst werden. Dieser Anbau - 21 Meter lang und an der breitesten Stelle nur 3,80 Meter breit - wird dem denkmalgeschützten Gebäude in eigenständiger Formensprache gegenübergestellt. Seine grazile Schmalseite weist zum See, dadurch bleibt das mit seiner Breitseite sichtbare Kelterhaus im Ensemble dominant. Bezüglich Gestaltung und Materialwahl sind die beiden Gebäude äußerst konträr. Genau besehen besteht der Neubau aus zwei Teilen: Einem horizontal gelagerten Betonquader mit einem 10 x 10 Metergroßen, mehr introvertierten Raum - er wird durch drei Lichtkegel im begehbaren Dach und eine verglaste und einsehbare Raumecke von oben belichtet, ein raumhohes Fenster bietet Seeblick - und einem diesen Quader überkreuzenden, langgestreckten, polygonalen Baukörper.

Wohnhauserweiterung in Konstanz
© Dieter Leistner