1911 erbaut als "Autofabrication" steht dieses Gebäude als einer der ersten Stahlbetonskelettbauten Hamburgs in einem Hinterhof mit Wohn- und Gewerbenutzung. Zu der fünfgeschossigen Werkstatt mit Teilunterkellerung gehörte unter anderem eine Tankstelle im Hof sowie ein 6 m² großer Pkw-Aufzug. Die Übernahme des Gebäudes durch einen Kunstdruckverlag und Bilderrahmenhersteller war der Beginn einer Totalsanierung, d.h. Neugestaltung der Fassaden, Einbau modernster Haustechnik und Um- und Ausbau aller Geschoßflächen. Die Auseinandersetzung mit vorhandener Substanz erfordert konzeptionell stets einen grundsätzlich anderen Ansatz als bei einem Neubau. Nach einfühlsamer Analyse des Bestands wurde hier die Geradlinigkeit und Orthogonalität des Gebäudes durch klare objektartige Einbauten unterstützt, die streng vom Baukörper getrennt sind.
